Episode 05 - Unverhoffte Rettung

Die Präsenz eines weiblichen Menschen brachte ihre Mitmenschen dazu, sie zu bestaunen und den Atem anzuhalten. ,,Wer ist sie?", fragten sich die Leute gegenseitig, doch keiner schien sie zu kennen. Was bei ihr wohl am meisten auffiel war das sie die Schuluniform der Jungen trug. Das machte sie umso mehr geheimnisvoller, jedoch schien sie ihr perfekt zu passen, denn sie präsentierte sie mit purer Eleganz. Die Unbekannte Person betrat das Schulgelände und ignorierte das Gerede. Ihr war es egal was ihre Mitmenschen von ihr halten. Sie hatte nur eine Aufgabe im Kopf und das verfolgte sie, komme was wolle.

Ihre Gesten zeigten das sie wohl jemanden suchte, denn sie drehte immer wieder ihren Kopf in allen Richtungen. Ihre langen Haaren folgten elegant ihren Kopfbewegungen. ,,Ich hab doch gesehen das sie diese Schule besuchen, also wo sind sie?", fragte sie sich während sie ihren Klassenraum betrat.

In jeder Pause suchte sie die Personen, doch sie war erfolglos, ob es an den kurzen Pausen lag oder doch am großen Schulgelände war ungewiss. Fremde zu fragen war nicht ihr Ding, sie suchte lieber aus eigener Kraft, denn dann war das Ziel ein größerer Erfolg als wenn man jemanden um Hilfe bat. Sie suchte also, war aber auch immer rechtzeitig zum Unterricht da.

In der großen Mittagspause schien sie jedoch Erfolg zu haben. Sie ging in die Schulkantine und sah an einem Tisch die 2 Personen sitzen die sie suchte. Zielstrebig ging sie auf die Beiden zu, bis sie schließlich vor ihnen stand. ,,Endlich hab ich euch gefunden", gab sie von sich. ,,Was ist denn?", fragte die Rothaarige nervig. ,,Wir wollen das Essen von Reiko-sama genießen." ,,Ayumi sei bitte etwas höflicher", belehrte sie ihre Freundin. ,,Ach Mana du bist zu gutherzig." Damit stand nun endgültig fest wen die Fremde Person suchte. Die Unbekannte mischte sich ein. ,,Ich weiß wer ihr seid und das die Black Souls die Prismasteine an sich reißen wollen." Mana und Ayumi trauten ihre Ohren nicht was die Fremde da erzählte. Ihre Münder öffneten sich und verfielen in eine Starre. Die 2 Freundinnen waren total überrascht. ,,W-woher weißt du davon?", fragte Mana schließlich vorsichtig. ,,Daher", kam es prompt von ihr und zeigte den Mädchen einen roten Stein. ,,D-der ähnelt ja einem Prismastein", stellte Ayumi überraschend fest. ,,Das ist der Prismastein der Leidenschaft." ,,Der Leidenschaft? Wie kommst du da drauf?" Mana hörte so was zum ersten mal.

,,Jeder Prismastein hat eine Eigenschaft die zu einem Erwachten passt. Sagt mal, wisst ihr denn gar nix drüber?" Die Fremde seufzte leicht genervt. ,,Raichi hat uns das nicht erzählt, nur das ich die anderen 6 finden soll. Aber der kann was erleben nach der Schule", sprach die Lilahaarige wütend. Die Fremde seufzte erneut genervt. ,,Das kann ja was werden", dachte sie sich nur.

Ayumi unterbrach jedoch die aufkommende Stille. ,,Also bist du unsere Verbündete? Das ist ja cool", strahlte sie. ,,Somit brauchen wir einen weniger suchen!" Das Mädchen in der männlichen Schuluniform knallte mit Wucht mit ihrer Hand auf den Tisch. ,,Ich bin nicht eure Verbündete", gab sie deutlich zu verstehen. Mana und Ayumi schraken kurz auf und auch die anderen Besucher der Kantine guckten kurz herüber. ,,Aber wir müssen doch alle Steine vereinen, damit die Black Souls versiegelt werden können." Mana guckte unsicher zu ihr. ,,Das ja, aber wir sind keine Verbündeten. Merkt euch das!" So schnell wie sie gekommen war, verschwand sie auch wieder. ,,Die 2 wissen doch gar nicht worauf sie sich eingelassen haben", sprach sie leise ehe sie wirklich verschwand.

Nach der Schule gingen Ayumi und Mana gemeinsam zu Mana nach Hause und hatten kein anderes Thema als die Fremde Person. ,,Wer glaubt sie wer sie ist?" Ayumi plusterte Ihre Backen während sie sprach und war leicht gereizt. ,,Ich kann dich verstehen, aber irgendwo hat sie schon Recht. Raichi hat uns wohl nicht alles erzählt, was er weiß." Mana versank wieder in Gedanken. ,,Genau. Ich werde Raichi zur Rede stellen!" Ayumi kochte vor Wut. ,,Bleib ruhig", versuchte Mana ihre Freundin zu beruhigen. ,,Ich bin ruhig", versicherte die Rothaarige. ,,Dann ist alles gut. Wenn wir sie das Nächste sehen fragen wir sie einfach wie sie heißt." ,,Und ob wir das tun werden. Aber los komm, sonst wird das gekochte von Reiko-sama kalt", sagte sie mit Energie und rannte los. Mana seufzte und folgte ihr.

Tief im Untergrund hörte man schmerzerfüllte Schreie einer jungen Frau. Die junge Frau konnte sich nicht wehren und ließ es über sich ergehen. ,,Ki-Kiiro-sama...", flüsterte sie schwach. Doch dieser hörte nicht und peitschte sie weiter. Chou-Chou die alles mit ansah, schreitete ein. ,,Kiiro-sama ihr geht zu weit." ,,Schweig!" Er peitschte mit den Flügeln und zeigte seinen Zorn. ,,Du hast genauso versagt! Ihr kommt nicht gegen frisch erwachte Idole an. Je öfter die singen, umso stärker werden sie!" ,,A-aber Kiiro-sama..." Chou-Chou wurde schüchtern und unsicher. Yuriko lag mit ihren Peitsch-Verletztungen auf dem Boden und rührte sich nicht. Sie schien bewusstlos zu sein. Chou-Chou sah kurz zu ihr rüber und schluckte. ,,Geh und hole mir die Prismasteine sonst wird dir dasselbe passieren!", drohte Kiiro ihr. ,,J-ja, Kiiro-sama..", sprach sie leise und eingeschüchtert und verbeugte sich. Kurz da drauf verschwand sie.

Die Fremde mit den langen brauen Haaren war ebenso auf dem Weg nach Hause. Leise, kaum hörbar fluchte sie. Sie konnte es einfach nicht verstehen wieso Serena, in ihren Augen, Unfähige zu erwachen ließ. Das sie bislang jeden Kampf gewannen war pures Glück. Gegen den Boss der Black Souls, Kiiro, hätten sie null Chance.

Nachdem sie erfuhr wer sie war, war sie ebenso auf der Suche nach den übrigen Prismasteine, da es aber nun 2 erwachte Sängerinnen gab, musste sie früher oder sp#ter mit ihnen zusammenarbeiten. Der Braunhaarigen passte es gar nicht, sie fluchte weiter, wurde jedoch plötzlich unterbrochen.

Aus der Ferne sah sie die 2 Freundinnen, die sich unterhielten, jedoch sah sie auch das die 2 verfolgt wurden. ,,Das ist doch Chou-Chou", dachte sie sich und beobachtete weiter. ,,Ich werde das im Auge behalten." Sie redete leise, damit sie keiner hören konnte.

,,Bleibt stehen!", schrie eine Frau die Freundinnen an. Die zwei drehten sich um und erblickten Chou-Chou in ihrer Menschengestalt. ,,Chou-Chou", rief Mana. ,,Was willst du hier? Lass uns in Ruhe", protestierte Ayumi mit knurrenden Magen. ,,Gibt mir eure Prismasteine und ich lass euch vielleicht in Ruhe", lachte die Schmetterlingsfrau. ,,Das kannst du vergessen! Los Mana, verwandeln wir uns." Die Rothaarige sah zu ihrer Freundin. Diese nickte zustimmend. ,,Green Prisma Voice!" ,,Purple Prisma Voice!" Beide verwandelten sich und standen mit ihren Mikrofonen in der Hand vor dem Feind. ,,Diesmal bin ich vorbereitet", lachte Chou-Chou und machte sich Ohrstöpsel in die Ohren. ,,Wie bitte?!" Ayumi konnte es nicht passen was Chou-Chou da tat. ,,Hey das ist unfair", meckerte sie und fuchtelte mit ihren Armen.

Chou-Chou sah siegessicher aus und griff an. Mit ihren Flügeln produzierte sie lähmende Pollen und durch die Flügelschläge wurden diese verteilt. Mana und Ayumi fingen an zu husten und gingen in die Knie. ,,Der Sieg ist mein!" Sie schlug schneller und kräftiger mit ihren Flügeln. Ihr schien es zu gefallen dass die Beiden wehrlos auf dem Boden lagen. ,,Kiiro-sama wird mich endlich anerkennen, wenn ich mir die 2 Prismasteine hole." Mit langsamen Schritten näherte sie sich den Beiden, wurde aber auf einmal aufgehalten. ,,Hey, was ist los?", fragte sie und sah sich um. Dort erblickte sie die Fremde mit den langen braunen Haaren. ,,Lass los, oder du wirst es bereuen." ,,Das ich nicht lache. Leute erst betäuben und denen dann ihre Steine zu stehlen ist feige!" ,,Mir doch egal, du kannst mich eh nicht aufhalten." ,,Das wollen wir mal sehen!", lächelte sie kühl und holte einen roten Stein aus ihrer Tasche. ,,Damit werde ich dich besiegen. Red Prisma Voice!" Sie hielt ihren Stein in die Luft und wurde von einem weißen, hellen Licht umhüllt. ,,Was zum?!" Chou-Chou war sichtlich verwirrt, ging einige Schritte zurück. Mana und Ayumi beobachteten die Situation verschwommen. ,,Der rote Prismastein...?", keuchte Mana. ,,Ja..", kam es schwach von Ayumi.

Die Verwandlung war beendet und vor ihnen stand eine junge Frau mit einem roten Dress, die ein Mikrofon in der Hand hielt. ,,Hah, ich bin immun gegen deinen Gesang, ich hab Ohrstöpsel drin", lachte sie siegessicher. ,,So glaubst du?" Das rote Idol öffnete ihre Hand in der 2 Ohrstöpsel lagen. ,,Waaaas? Nein bitte nicht." Die Braunhaarige lag ihr Mikrofon an den Mund und fing an zu singen.

Nobody loves you like. I can love you.
and won't let go.

Aoi sora anata to deai
"Aishiteru" kimochi o shitte
Tomaranai unmei o shinjita

"Sayonara" to ano ko ni itta
Kuchibiru o mada oboeteru
Hitori janai mou hitori janai yo ne


Ihr Gesang war cool und tief, ganz anders als der von Mana und Ayumi. Während sich Chou-Chou die Ohren zuhielt, bewirkte der Song bei Mana und Ayumi das er sie heilte. Beide setzten sich auf, sahen und hörten ihr einfach nur zu.

Ato modori dekinai girigiri no futari ni
Nemuranai Love&dream hikari toki hanatsu

Koishikute "I love you"
Nandomo itta kotoba mo
Ryuusei no you ni ne for you
Furisosogu kara


Chou-Chou schrie vor Schmerz und ging in die Knie. Die Singende nahm jedoch keine Rücksicht und setzte zum Finale an.

Marude mahou o kaketa you ni
Zutto I believe
Soba de forever love

Aitakute "I miss you"
Kokoro setsunaku yureru
Kore kara wa stay with me
Zutto dakiaeta nara

Kumo o suki nuke kagayaku shooting star
Futari ni furi tsuzukeru


Sie nahm das Mikrofon von dem Mund und sah zu Chou-Chou. ,,Verschwinde oder ich leg noch einen oben drauf!", zischte sie. ,,Das werdet ihr mir büßen!" Chou-Chou blieb nix anderes übrig als zu verschwinden. Kurz da drauf drehte sich das rote Idol zu den anderen Beiden um. Diese sahen sie erleichtert an. ,,Danke für deine Hilfe", lächelte Mana etwas geschwächt. ,,Tss. Das hätte auch anders ausgehen können. Passt besser auf eure Steine auf!" ,,Wir waren unvorsichtig, tut uns Leid." Mana war immer noch etwas geschwächt. ,,Ja ja, naja man sieht sich", meinte die Braunhaarige und drehte sich um. ,,Verrate uns deinen Namen, schließlich haben wir die gleiche Aufgabe", rief Ayumi. ,,Normalerweise stellt man sich zuerst vor, aber gut. Ich heiße Ran." Kaum ausgesprochen verschwand sie auch schon. Ayumi pluserte ihre Backen auf. ,,Was fällt der ein?!“, fluchte sie. ,,Beruhig dich, komm wir gehen auch heim." Sie verwandelten sich zurück und machten sich ebenso auf dem Weg, wo das leckere Essen von Reiko wartete.